Abstand vom Sport nehmen

Insbesondere in Krisenzeit ist auch der Sport gefragt, durch seine Vorbildfunktion soziale Verantwortung zu übernehmen. Von daher ist es nur zu begrüßen, dass die Dachverbände der deutschen Sportvereine zur Vorbeuge einer Corona-Infektion den von führenden Virologen empfohlenen Mindestabstand von zwei Metern für alle Sportler einfordern. Während Golf und Tennis von dieser Regelung wohl kaum betroffen sein werden, sieht man für Handball und Fußball auch eine Chance. Fouls und Verletzungen dürften in den kommenden Spielen zur Ausnahme werden, was hilft, die Fairplay-Bilanz zu aufzubessern.

Gesellschaft aus den Fugen geraten?

Das die Gesellschaft altert und gleichzeitig weniger Kinder bekommt, ist ein allgemein bekanntes Problem. Dies beschäftigt natürlich auch die Marktforschung, die versuchen muss, die Produktpalette des Handels an die Bedürfnisse der sich wandelnden Gesellschaft anzupassen. Dazu ein Beispiel:

Es ist ein offenes Geheimnis, dass einer der Hauptgründe, warum Deutsche Kinder kriegen, darin liegt, sich beim Fugen reinigen nicht den Rücken krumm schuften zu müssen. Schon im Kleinkindalter wird der Nachwuchs darauf getrimmt, Samstag vormittags der Einfahrt zur Garage nach allen Regeln der Kunst zu Leibe zu Rücken. Sprössling versus Sprössling.

Da überrascht es also kaum, dass Baumärkte auf die alternde Gesellschaft reagieren und nun auch Langstielfugenkratzer (kann man sich gar nicht ausdenken, sowas) zum Verkauf anbieten. Da, wo früher brav die Kinder oder Enkelkinder das schmutzig bodennahe Geschäft erledigt hätten, muss Opa Hans nun selbst Hand anlegen. Und kann dies dank moderner Fugenkratzforschung auch ohne sich die Bandscheiben auszuleiern.

Neue Front?

Von der großen Debatte um Genderforschung scheint die Meteorologie bisher verschont geblieben zu sein. Doch gerade dort bedient man sich immer noch des zweifelsohne überholten binären Geschlechtermodels. Ein gewisse Reformwille ist indes vorhanden, dürfen seit längerem ja Hochs auch Heidrun und Tiefs auch Tillman heißen. Aber es gibt ja noch den ganzen Bereich dazwischen, und der wird bisher nicht benannt, so als ob es ihn gar nicht gäbe. Braut sich da vielleicht was zusammen? Vorhersage: Besonders wechselhaft.

Heute überhört

Im Radio lief heute ein recht beliebiger Beitrag über irgendwas mit Tierschutz, aber dieser Satz lies mich nicht los: „Tierschützer fordern härtere Bestrafung schwarzer Schafe.“ Denn, dass wissen auch die Tierschützer, Strafe muss sein. Und wenn es auch das eigene Klientel trifft. Allerdings ist die Forderung, in Zeiten von #divers ausgerechnet eine marginalisierte Gruppe ins Visier zu nehmen, im günstigsten Fall fahrlässig, im schlimmsten Fall ein Kniefall vor dem gesellschaftlichen Rechtsruck.

Hut ab, WDR5, für diese Wortwahl. Absicht?

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